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Veranstaltungen 1. Halbjahr 2012
Montag, 30. Januar 2012
Zeit: 17.00 Uhr bis ca.18.30 Uhr
Ort: Foyer des Militärhistorischen Museums
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Führung durch das Militärhistorische Museum
In der Form eines Keils hatten die
britischen
Bomberverbände am 13.Februar 1945 die Altstadt Dresdens angeflogen
und vernichtet. Diese Keilformation nimmt der Stararchitekt
Libeskind als Motiv für das gläserne Pendant, welches quer
durch das alte Militärhistorische Museum gezogen ist, auf.
Seine Spitze zeigt auf den Ort in Dresden, an dem die Mosquito -
Schnellbomber der Royal Air Force ihre Zielmarkierungen
für die schweren Bomber abwarfen. Der Keil steht aber auch
für die neue Konzeption der Ausstellung. Das Althergebrachte sowie
die chronologische Ausstellung im historischen Arsenalgebäude
werden
von einem speziellen Themenparcours durchbrochen, in dem
epochenübergreifende "Bausteine einer Kulturgeschichte der Gewalt"
behandelt werden. Geführt von der Historikerin Antje Bormann, wird
unser Rundgang diesen besonderen Teil der neuen Ausstellung durchmessen.
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Sonnabend, 24.März 2012
EXKURSION zum Dorfmuseum Markersdorf und Schloss Krobnitz
Die Fahrt wird mit dem Bus durchgeführt.
Sie erhalten bis zum 23.Februar 2012 eine gesonderte Einladung mit Abfahrtszeiten, Stationen der Exkursion und Möglichkeiten des Mittagessens.
Schloss Krobnitz - Ein Stück Preußen in Sachsen
Umgeben von einem Landschaftspark erhebt sich der
neoklassizistische Bau des Krobnitzer Schlosses. Das um die mitte des
18. Jahrhunderts von der Familie v. Üchtritz erbaute barocke
Herrenhaus erwarb im Jahre 1873 der preußische Kriegsminister und
Generalfeldmarschall Albrecht Theodor Emil Graf von Roon und ließ es im
Stil der Zeit umgestalten. Die gegliederte Putzfassade kopiert in
ihrem Erscheinungsbild das Berliner Kriegsministerium. Nach der
Enteignung der Familie von Roon im Jahr 1945 wurde das Schloss zu einem
Wohnhaus umgebaut. Trotz Nutzung schritt der Verfall der Gebäude
bis zum Jahr 2000 stetig voran. In den Jahren 2002-2005 erfolgte eine
grundlegende Sanierung. Heute sind Schloss, Wirtschaftsgebäude und
Landschaftspark wieder als Gesamtensemble zu erleben.
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Sonnabend, 21.April 2012
Zeit:10:00 Uhr bis ca. 13:00 Uhr
Ort: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden
Archivstraße 14, 01097 Dresden
JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG
und Vortrag:
Woldemar Lippert (1861-1937) als Historiker Sachsens und der Niederlausitz
Referent: Dr. Lorenz Friedrich Beck
2012 jährt sich zum 75. Mal der Todestag von Woldemar Lippert.
Seit 1891 im Sächsischen Hauptstaatsarchiv tätig, von 1919
bis 1928 als dessen Direktor, zählt Lippert zu den bedeutendsten
sächsischen Landeshistorikern seiner Zeit. Sein Werk, das
zahlreiche bis heute grundlegende Quelleneditionen und Darstellungen
umfasst, zeichnet sich durch eine bemerkenswert breite Themenvielfalt
aus.
Dr. Lorenz Friedrich Beck, Direktor des Archivs der
Max-Planck-Gesellschaft e. V. Berlin-Dahlem, beleuchtet Vita und Oevre
Lipperts und seine Bedeutung aus Sicht der modernen
Landesgeschichtsforschung Sachsens und Brandenburgs.
Eine gesonderte Einladung zur Jahreshauptversammlung erhalten Sie bis zum 22.März 2012.
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Sonnabend, 12.Mai 2012
Zeit:10:30 Uhr
Ort: Weinbergkirche Dresden-Pillnitz
Bergweg 3, 01326 Dresden
"Kirchweihe in Sachsen - der Modellcharakter der Pillnitzer Kirchweihpredigten 1597 und 1725"
Referent: PD Dr. Hans-Peter Hasse
Im Jahr 1597 hielt
der Dresdner Hofprediger Polykarp Leyser (1552-1610) die Festpredigt
anlässlich der Weihe der Pillnitzer Schlosskirche. Das einzig
bekannte Exemplar der Predigt, das seit 1945 als Kriegsverlust galt,
wurde kürzlich in einer amerikanischen Bibliothek wieder
entdeckt. Diese und auch die 1725 bei der Einweihung der Pillnitzer
Weinbergkirche gehaltene Predigt verkörpern in Sachsen
"Musterpredigten" für eine Kirchweihe, da der Lockwitzer Pfarrer
Christian Gerber (1660-1731) die Predigten als "ein recht Modell von
der Einweihung der Kirchen" in seine "Geschichte der Kirchen-Ceremonien
in Sachsen" (1732) aufnahm. Anhand der Predigten wird das lutherische
Verständnis der Kirchweihe vorgestellt, dessen Wurzeln bei
Luther zu suchen sind, der mit der Torgauer Schlosskirche (1544)
erstmals eine evangelische Kirche weihte.
(In Zusammenarbeit mit der IG Weinbergkirche)
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Sonnabend, 19.Juni 2012
Zeit:17:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr
Ort: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden
Archivstraße 14, 01097 Dresden (Vortragssaal)
Das Haus Wettin und die Kunst.
Zur Fürstenabfindung in Sachsen 1918-1927
Als nach 1918 die ehemas königlichen Sammlungen in das Eigentum des Freistaates
übergingen, waren wichtige Aspekte des Umgangs mit den
Museumsbeständen (Kulturschutzgesetz, juristischer Status der
Sammlungen, Zugriffsrecht des Staates auf die Kunst) neu zu definieren.
Letztlich wurde durch den Freistaat ein wesentlicher Teil der auf 150
Mio. Goldmark bezifferten Ablösung von königlichen Thron- und
Dömänenrechten durch die Abgabe von Kunstwerken abgegolten.
Da wichtige dieser Werke 1945 im Zusammenhang mit der
Bodenreform/Schlossbergung in Moritzburg und Wachwitz enteignet worden
und damit heute Gegenstand der laufenden Wettin-Verhandlungen sind,
bergen die historischen Vorgänge um die Fürstenabfindung
einen tagesaktuellen Strang von erheblicher Relevanz.
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